Die Welt der Ängste des Stephen King    

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Die dunkle Seite gehörte schon in jeder Kultur zum Menschen. Es entspricht der Natur des Menschen, eine zerstörerische Seite zu haben. Sie wurde schon immer in Mythen, Märchen und Erzählungen dargestellt. Den Anfang bildeten düstere Mythen in den vorschriftlichen Kulturen. Es folgten die Mordlust in der Homer'ischen „Ilias“ und die Darstellungen des Grauens in der „Odyssee“.

Die biblischen Erzählungen von Sodom und Gomorra berichten von einer fürchterlichen Rache Gottes. In den  Märchen der Gebrüder Grimm, treffen wir allgegenwärtig auf den Tod.

Nach der Aufklärung im 18. Jahrhundert entstand die deutsche Schauerliteratur, aus der sich die „Gothic Novel“ entwickelte. Die Übersetzungen der Schauerliteratur in die englische Sprache etablierten die eigenständige „Gothic Novel“.

Aber nicht nur die Schauerliteratur, sondern andere Literatur beschäftigt sich mit der dunklen Seite des Menschen. Literaten wie William Shakespeare in seinem Buch „Mac Beth“, schrieben schon zuvor in ihren Werken über Mord und Verrat.

Im 20 Jahrhundert sind es Kafkas Romane, die von der Absurdität der menschlichen Existenz berichten. Den vorläufigen Schlußpunkt bildet die heutige moderne Horrorliteratur, deren Kristallationspunkt wohl noch immer Stephen King bildet. Der Meister des Schreckens, versteht es wohl kaum wie kein anderer den Leser in die Abgründe des Daseins zu führen.

Die dunklen Seite des Menschen ist und war und wird immer ein Bestandteil unserer Kultur sein. Doch scheint sie zurzeit einen Kontrapunkt zu unseren modernen, aber auch haltloseren Gesellschaft zu bilden. Wie sonst ist es erklärbar, dass Sie einen Siegeszug in die modernen Medien, wie Radio, Film, Fernsehen, Computerspiele  und Internet erfährt.