|
Christine, ein Auto der Marke Plymouth aus dem Jahre 1958 ist ein glaubwürdiges Monster der modernen Zeit. Es impliziert den Verdacht, daß die moderne Technologie, die aus einem unersichtlichem Grund nicht mehr funktioniert, ein eigenes Wesen hat. Der Subtext erzählt von dem Auseinanderbrechen der Familie als Folge des Erwachsenwerdens. Arnie, der 20-jährige Besitzer des Autos begeht hier, wie in anderen Romanen von King auch, die metaphorische Reise von der Jugend zum Erwachsenen die in seinem Tod endet. Die Parallele zwischen Arnie Cunningham und seinem 20 Jahre alten Auto Christine ist das Alter. Beide bilden eine Einheit. Christine ist das Streitobjekt, das zugleich den Streit zwischen Alter und Jugend wiederspiegelt. Arnie wird erwachsen und somit eigenständiger. Aber Älter werden heißt zugleich wieder auf den Tod zu zusteuern. Ähnlich wie Carrie, ist Arnie ein Außenseiter der Probleme mit seiner Umwelt hat, aber nicht über übernatürliche Kräfte verfügt. Seine Probleme, wie die beginnende Kriminalität treffen die Ängste von Teenagern und Erwachsenen. Diese Übertreibung der Ängste führt dem Leser vor Augen, daß seine Probleme noch verhältnismäßig harmlos sind, durch diese Beruhigung des Lesers erhält der Roman eine befreiende Wirkung.
Der zweite Aspekt der in „Christine“ mitschwingt wird durch das Auto verkörpert. Der 58er Plymouth stammt aus einer Zeit die mit Wohlstand, Freiheit, Jugend und Fortschrittsgläubigkeit verbunden ist. Als Arnie diesen ehemals prachtvollen Wagen erblickt, bietet sich ihm trauriges Bild. Ein Bild das für den amerikanischen Traum zu stehen scheint und uns vor Augen führen soll, daß wir nicht blind an den Fortschritt glauben sollen, der auf der anderen Seite unsere Ökologie zerstört.
Mehr über die Ängste in Ch
ristine
|